Posts mit dem Label boulot werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label boulot werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

März 12, 2015

the opening of an exhibition




Eigentlich versuche ich Blogger- und Privatleben so gut wie möglich zu trennen und habe deshalb eine ganze Weile überlegt, ob ich über die Ausstellungseröffnung schreiben soll. Es ist nämlich meine eigene kleine Ausstellung, die da eröffnet wurde. Allerdings war ich mit dem Ergebnis doch ziemlich zufrieden und der Weg dahin war sehr spannend für mich... ich versuch's einfach mal mit einer ganz komprimierten Fassung.
Weil ich gern und viel knipse, kam die Frage auf (nee, ich sag nicht, wie genau), ob ich nicht Lust hätte, die Gänge eines sächsischen Amtes mit meinen Bildern zu füllen. Ich hatte freie Themenwahl und fing an darüber nachzugrübeln, was ich gern zeigen möchte. Letztendlich sollten es Frauenporträts werden, die eine vielfältige Auswahl an unterschiedlichen Frauen der Region veranschaulichen, da das Büro der Frauenbeauftragten auch auf diesem Gang liegt. 
Ich habe insgesamt einundzwanzig Frauen getroffen, mit Ihnen Zuhause oder am Arbeitsplatz gesprochen und sie fast nebenbei fotografiert, damit ich lebendige Porträts (ein bisschen im HONY Stil) bekomme. Jede von ihnen hat nun zwei Bilder von sich und einen Gedanken aus unserem Gespräch im Rahmen... 
Zur Eröffnung waren über die Hälfte "meiner Mädels" da, worüber ich mich enorm gefreut habe. Noch schöner war es, dass alle mit sich zufrieden waren und die Ausstellung auch insgesamt gelungen fanden... jetzt bin ich ein bisschen traurig, sie gehen zu lassen, nachdem sie mich doch eine ziemlich lange Zeit begleitet haben. Ich bin aber sicher, ich werde sie noch einmal besuchen - mit ein bisschen mehr Zeit und weniger Aufregung.


Usually i try to keep my blogger and private life apart if possible so i thought about writing this post for quite a long while - because it was my own exhibition that had its opening. In the end i was rather satisfied with the result and just too happy about the event that finished that exciting time for me... i try keeping it short.
Because i like to take (many) photos the question arose (nah, i'm not gonna tell you how exactly) if i would like to fill the walls in an administration building with my pictures. I was free to choose any topic i wanted and started wondering what would work best for me and the place. In the end i decided to go for women's portraits that show a diverse selection of different women from the area as the office for gender equality was located in the hallway where the photos were going to be displayed.
All in all i met twenty-one women at home or their work place, talked to them and kind of took pictures in passing to get very natural lively portraits (a little like HONY). Each one of them has now two photos of them and a thought from our conversation in her frame...
More than half of "my girls" came to the opening which made me super happy but it was even better to see that they all were satisfied with their portraits and liked the exhibition as a whole... now i am a little sad to let them go after they have accompanied me for quite some time. I am sure i'll visit them again - with some more time and less stress/excitement.


Einige meiner Modelle kenne ich persönlich (man könnte sogar von Freundschaft sprechen) und zwei haben mir erlaubt, dass ich Bilder von ihnen zur Veranschaulichung zeigen darf. Lieben Dank! "In echt" sehen die natürlich viel schicker aus, besonders im schönen Rahmen, mit Zitat und im Kontrast mit jeweils dem zweiten Bild.

I know some of my models personally (you could even call it friendship) and two of them allowed me to show you a photo. Thanks a lot! Of course those photos look better "in real life", especially in their nice frames, with the quotation and in contrast to the second photo.


Mai 29, 2012

un quart de tout

{ein viertel von allem}

Wer bei meinen Kolleginnen fleißig mitgelesen hat, wird sich wundern, dass Landsfräulein noch gar keinen Ersatz gefunden hat... endlich aber ist es soweit! Es ist eine große kleine Prinzessin geworden (Bild jetzt wieder mit dem üblichen "Programm" gebastelt, nachdem die Simpsons irgendwie keinen Anklang fanden), die irgendwie aus ganz spannenden (aber auch sehr ungewöhnlichen) Vierteln "zusammengesetzt" ist. Sie hat jetzt den Platz der Jüngsten eingenommen und ist doch schon erstaunlich erwachsen, was sicher nicht zuletzt an ihrer spannenden Geschichte liegt. Ihre Mutter ist "überwiegend" Italienerin, natürlich katholisch, aber auch schwarz. Ihr Vater ist ein Sprachtalent und spricht mehrere afrikanische Dialekte sowie ca. zehn weitere Sprachen. Er ist übrigens zur Hälfte jüdisch... wie sich genau diese Mischung gestaltet, weiß ich (noch) nicht, denn unser ganzes Viertel ist ja erst frisch bei uns. Zuletzt hat sie in Südafrika gelebt und nimmt sich nun eine kleine Auszeit in Paris, bevor es dann (wieder) an die Uni geht, vielleicht in Deutschland, vielleicht auch anderswo. Sie scheint eine unglaublich starke und bodenständige Person zu sein... sie ist offen, positiv und direkt, sie strahlt, verteilt Komplimente und ziemlich groß ist sie auch. Sympathisch.


Those of you who followed the stories about my co-workers might wonder why i haven't said anything about "fellow country girl"'s replacement... well because there wasn't any... until now! It turned out as a big little princess who is "made of" the most interesting (but also unusual) quarters. She 's also filling the position of "office baby" as she's the youngest now. Despite the numbers she's rather mature which -i guess- is due to her exciting history. Her mother is "mostly" Italian, catholic of course, but also black. Her father is a language genius who speaks several african dialects as well as about ten languages. He is half jewish btw... how exactly all of this comes together - i have no clue yet because our "full quarter" just started working with us. Most recently she lived in Southafrica and takes some time off now before going to university (again), maybe in Germany, maybe elsewhere. She seems to have an extraordinarily strong and down-to-earth personality... she is open(-minded), positive and direct, she glows, she compliments and she is really tall. Nice.

Mai 22, 2012

mes collègues et moi

{meine kollegen und ich}

Jetzt, wo ich fast alle Kollegen meiner "näheren" Umgebung vorgestellt habe, bleibt nicht mehr viel übrig in dieser Kategorie... wobei ich schon fleißig für ein "Best Of" Foufou sammele, in dem ich euch mal mit ihren Zitaten unterhalten möchte. Vielleicht interessiert euch aber der neueste Stand? 
Mit Nordlicht habe ich jetzt tatsächlich schon etwas außerhalb der Arbeit unternommen und auch unsere Freunde durften sich letztes Wochenende mal bei einem Bier beschnüffeln... hat gut funktioniert, könnte man wieder machen - denken wir beide. Durch den Umzug teile ich nun das letzte Drittel meines Arbeitsweges leider nicht mehr mit Nordlicht, sondern mit SmilingVoice, Image und Foufou. Glücklicherweise auch nicht den ganzen... das wäre mir als Morgenmuffel wenig recht. Viele neue Erkenntnisse habe ich nicht... SmilingVoice finde ich immer noch grundsympathisch, auch wenn nicht alles hinhaut, was sie mit großer Bestimmtheit verbreitet. Ohne ihre Wortgefechte mit Foufou hätten wir uns wohl ab und an zu Tode gelangweilt. Ach ja... diese Dame... die gibt sich sehr mysteriös... sie hat anscheinend mehr als einen Vornamen und eigentlich einen anderen Familiennamen, will das aber partout nicht verraten. Dabei interessiert es mich doch nur wissenschaftlich! Wir vermuten jetzt irgendetwas zwischen adligem oder absolut populärem Vater... vielleicht auch Botschafter, er reist viel. Wie's in Cannes am Wochenende war, weiß ich auch noch nicht. Für Berichte war sie zu müde, da sie direkt von der letzten Party auf Arbeit kam. Dafür ist Image umso offener und fordert meine (spärlich vorhandenen) Small-Talk-Fähigkeiten... mittlerweile weiß ich also, dass sie Australien echt toll findet und am liebsten wieder diese entspannte Surfer-Atmosphäre hätte, dass sie Stress mit ihrem Freund hatte, weil da irgendein Mädel in ihn verliebt war, dass sie eine Hausgeburt ihrer Hippie-Mutter war und dass ihre Unterarmbild hauptsächlich eine Matrjoschka darstellt, weil sie die so liebt... 



Now that i have introduced most of my colleagues there is not much left for this catgeory... although i have been diligently collecting some stuff Foufou said to entertain you. Maybe you are interested in some updates?
"Northern light" and me have already done some stuff outside of work and last weekend our boyfriends got to know each other over a beer... worked out pretty well and we both think that it should not have been the last time. Because of our move i don`t share the last third of my way to work with her anymore but with SmilingVoice, Image und Foufou. Fortunaetly not all of it... that would not work out with my grumpy morning personality. There are not too many new insights... I still think that SmilingVoice is a really nice person, although not everything she says is to be taken seriously. Without her verbal duels with Foufou we might have died of boredom already. Oh well,... this lady... she seems to have more than one first name and another family name than the one she told us - but she just does not want to tell. But i am so interested in names... argh! By now we assume it could be some noble or absolutely famous father... maybe also an ambassador, he travels a lot. I also still don't know how her weekend in Cannes was as she came to work directly from the last party there and was too tired for any reports. Image is muchmuchmuch more open about herself and a real challenge for my (sparse) small talk abilities... by now i know that she adores Australia and would love to go back to that super relaxed surfer's atmosphere, that she had some boyfriend trouble because of some girl's crush on him, that she was born at home from her Hippie mom and that her tattoo mainly shows a matryoshka because she loves them so much...

Mai 04, 2012

muguets

{maiglöckchen}



Am ersten Mai schenkt man sich in Frankreich einen kleinen Strauß Maiglöckchen, die Glück symbolisieren sollen. In der sog. "Sprache der Blumen" stehen die Maiglöckchen für die Rückkehr von Glück... ich war in jedem Fall überrascht, als bei uns allen im Büro diese Woche Maiglöckchen auf den Plätzen standen. Foufou ist begeistert vom Geruch und lässt sie gleich als "Freudenbringer" auf ihrem Schreibtisch stehen. Ich denke morgen kommt zum Gieß-Ritual noch Gesprächstherapie dazu. Alle anderen boten ein lustiges Bild, als sie mit ihren Blümchen nach Hause pilgerten. Mich hat´s in jedem Fall gefreut und ich bin gespannt, wie lange die überleben.


In France people are giving each other little bouquets of lillies of the valley for the first of May that are representing happiness. In the so-called "language of flowers" those lillies of the valley are a symbol for the return of happiness... Anyway, i was really surprised to find those on my desk at the office this week. Foufou was seriously enthusiastic about the smell and left them on the desk as constant "bringers of joy". I guess tomorrow the watering ritual will be added by some talking to them. All the others took theirs and we must have looked funny together when we pilgrimaged home with our flowers. I was really happy about it and i am eager to see if and how long they will survive.

April 24, 2012

lumière du nord

{nordlicht}

Jemanden nach der Herkunft zu benennen, ist wohl ein wenig einfach, aber im Fall von "Nordlicht" finde ich es schon angemessen. Die Neue in unserer Runde kam in den Genuss sich neben mir einzunisten und ich fand sie sofort sympathisch. Sie ist eine ruhige Person mit Witz und ihrem ganz eigenen Charme. Dass wir einen Teil unseres Arbeitsweges gemeinsam zurücklegen, hat beim Kennenlernen seinen Teil getan und so bin ich fast traurig, dass wir gerade jetzt umgezogen sind. Morgens kann sie nämlich auch gut mal Schweigen und nachmittags hört sie sich ebenso geduldig an, wenn ich kurz meinem Ärger über irgendetwas Luft machen muss... das ist so eine Kandidatin fürs "wir könnten auch außerhalb der Arbeit Freunde werden". Schauen wir mal, ob das was wird...


To name somebody after their origin might not be too original but in the case of "northern light" i find it rather suitable. The new girl had the pleasure of "nestling" next to me and i immediately liked her. She is a quiet person with her own charm and wit. That we share some part of our way to work helped getting to know each other and so i am almost sad that we moved just now. In the morning she does not mind silence and in the afternoons she listens patiently when i may have to rant on about stuff that made me angry... she is a candidate for some "we might could be friends outside of work". Let's see how that turns out...


April 17, 2012

l'image

{das bild}

Sooooo... da bevölkern jetzt also Ersatzkandidaten das Büro. Was ich von der kleinen "Image" (die Wahrheit liegt irgendwo zwischen den Bildern) halten soll, weiß ich noch nicht und die Zeit das gut einzuschätzen, reicht auch nicht so ganz... ich bin von ihr aber nicht gerade überzeugt. Mir wirkt sie noch ein wenig zu naiv. Vielleicht auch nur, weil ich neidisch bin... sie hatte sofort einen guten Draht zu allen und quatscht eben auch viel (natürlich besonders dann, wenn ich finde, dass sie ruhig konzentrierter arbeiten könnte) Mit "smiling voice" verbindet sie z. B. die Liebe zur Körperbemalung. Ihr Arm wird gerade  (fast bis zur Hand) bemustert und das sah in den ersten Tagen aus, als hätte sie jemand verprügelt (viel rot). Eigentlich mag ich ja Tattoos durchaus... bei "Image" frage ich mich aber, ob sie wirklich darüber nachgedacht hat. Ihr Freund ist nämlich Künstler und betreibt selbständig ein Tattoo-Studio. Na klar, sie ist jung, hat mintfarbene Nägel, gerade auch die Haarfarbe gewechselt und sieht aus, als hätte sie einen Fashion-Blog... vielleicht werde ich einfach alt und habe vielleicht schon zu viele Stereotypen und Vorbehalte entwickelt. Schauen wir mal...


Well... there are some replacements in the office now. What to think of "image" (the truth is somewhere between the pictures) i don´t know yet and i guess i just didn´t have enough time to assess her properly... i am not really convinced. She seems a bit too naive in my  eyes. But maybe that´s all because i am jealous... she immediately hit it off with the others and likes to talk a lot (of course usually the most when i think i´d served her better to focus on work). She especially connected with " smiling voice " as they share the love for tattoos. Her arm (almost reaching her hand) is being decorated right now and for some time it looked as somebody seriously hurt her (a lot of red). Actually i like tattoos... but with "image" i always wonder whether she really thought about it. Her boyfriend is an artist, you see,  and has his own tattoo studio. Oh well, she is young, wears mint green nail polish, just changed her hair colour and looks like she has a fashion blog... maybe i just get old and have developped too many stereotypes. Let´s see...


April 10, 2012

un petit geste

{eine kleine geste}

Das Leben kann manchmal ziemlich doof sein und, wenn liebe Menschen einen schlechten Tag haben, finde ich, dass manchmal schon eine kleine Geste helfen kann... 
Landsfräulein machte letzte Woche einen unglücklichen Eindruck und natürlich fragte ich nach ihrem Befinden. Sie wollte nicht wirklich darüber reden und ich finde, dann sollte man auch nicht weiter nachbohren, sondern einfach genug Raum/Zeit geben. Als ich ging, wollte ich ihr aber zumindest mit einer kleinen Geste zeigen, dass ich an sie denke und... dass alles gut wird. Ich malte ein kleines Bildchen und schrieb ein paar Zeilen dazu - das Ergebnis stellte ich auf ihren Platz bevor ich ging. 
Am nächsten Tag hatte ich dann selbst etwas auf meinem Platz liegen... mit einer Nachricht, dass meine Aufmunterung gut getan habe. Ihre Geste war nun wiederum etwas, das ich gut gebrauchen konnte an diesem Tag... sehr süß. Ich habe mir einen Anhänger draus gebastelt und die Kleine ist mir jetzt schon ein lieber Begleiter.


Life can be rather stupid sometimes and when dear people have a bad day, i think a little gesture can already make a big difference.
"Landsfräulein" made a kind of sad impression on me last week and of course i asked about it. She did not feel like talking and i think it is better not to keep on asking and just give enough room/space. When i left i wanted to show her that i think about her... and that everything is going to be alright. I drew a little picture and wrote some lines to go with it - i put everything on her desk before i left.
The next day i had something on my desk... with a note saying that my little encouragement helped a lot. Her gesture was something i really could use that day... so cute. I made a charm out of it and the little kitten is already a beloved companion.


April 03, 2012

bleu jaune

{blau-gelb}

"The actress" hat uns verlassen... und das Arbeitsleben geht doch weiter. Es wird fleißig nach Ersatz für all die Verflossenen gesucht und man konnte schon einige aufgeregte Gesichter im "Chef"-Zimmer verschwinden sehen. Nächste Woche soll da auch jemand neu anfangen... ich bin gespannt.
Heute stelle ich eine weitere Kollegin vor, die schon sehr lange da ist. Sie gehört zu den "Älteren" und ist wegen ihres Mannes nach Paris gekommen. Dass sie den im Internet kennen gelernt hat, konnte ich nach dem ersten Eindruck wirklich nicht glauben... aber das liegt vielleicht daran, dass "Blaugelb" (fast) alle Freundlichkeit vor der Tür lässt, wenn sie ins Büro kommt. Ihr Umgangston ist ziemlich schroff und selbst die direkte Vorgesetzte muss da manchmal durch Wortgefechte. 
"Blaugelb" hat in Deutschland studiert, kommt aber eigentlich aus der Ukraine. Das erklärt einiges, denn sie entspricht vielen Klischees. Ihre Haare färbt sie blond - und das macht sie selbst, weil die Friseure in Frankreich viel zu teuer sind und sowieso keine Ahnung vom richtigen Färben haben. Sie trägt mit Vorliebe kurze Röcke und ihr Make-Up passt immer zur Farbe ihrer Kleidung. Im Winter kam sie natürlich im Pelz. Eine wenig unauffällige Designer-Uhr schmückt ihr Handgelenk und jede ihrer Taschen hat ein großes Logo. Ihr "Tschuuusss!", wenn sie geht, ist hier fast legendär und wird besonders von Foufou gern laut wiederholt. An ihrem Deutsch muss sie also manchmal noch arbeiten, aber fürs Französisch besucht sie jetzt einen Kurs.



"The actress" left us... but the work life continues. The diligent work for replacements is in progress and one could already see some nervous faces vanishing in the "boss" office. Somebody new is supposed to start next week... i am curious.
Today i want to introduce another co-worker that has been there for quite a while. She belongs to the "older" ones and came to Paris for her husband. That she met him via internet was someting i almost could not believe... but maybe that is due to the fact that she leaves (almost) all friendliness outside the office door. Her tone is very harsh and even her superior sometimes has to go through word battles.
"Blueyellow" has studied in Germany but originally comes from Ukraine. That explains a lot as she represents a lot of stereotypes. She dyes her hair blonde - and of course she does it on her own, because the French hairdressers are too expensive and have no idea how to do the job properly. She loves to wear short skirts and her makeup always corresponds with the colour of her clothes. During winter she was wearing a fur coat of course. Her watch is really not unobtrusive and is as big as the logos on her designer bags. Her "tschuuuusss" (=tschüß = German for bye) is almost legendary here and foufou loves to repeat it loudly. There still is some work to do on her German but for her French she started attending a course.

März 27, 2012

la voix qui sourit

{die lächelnde stimme}

Kommen wir nun zu der Kollegin, die mir die meisten Schwierigkeiten in der Betitelung bereitet. Ich habe mich letztendlich für "smiling voice" entschieden. Sie ist quasi unsere Telefonstimme und die Sache mit der Beschallung nimmt sie sehr genau. Ihre Kundengespräche können fast alle mithören, weil sie ein relativ lautes Organ hat. Sie ist das personifizierte Lächeln am Apparat und ihre Wandelfähigkeit ist auch nicht von schlechten Eltern - egal, ob sie mit der Schweiz, Bremen oder Bayern telefoniert, sie spricht immer den passenden Dialekt, übertreibt das aber nie, sodass sie den Kunden immer ein Gefühl vermittelt, als würden sie von der Nachbarin angerufen. Man hört bei anderen Gesprächen aber das, was ich am ehesten als "Mannheim" einordnen würde... 
Dabei ist "smiling voice" eine eher kleine Person. Sie mag HipHop, asiatisches Essen (natürlich wohnt sie im 13.  Bezirk), lässige Kleidung und ihren Freund, der anscheinend der klügste Bär von einem Mann ist, den es weltweit gibt. Für ihn hat sie gern Deutschland verlassen. Sie kann Foufou wunderbar Paroli bieten, schmeißt manchmal aber auch mit spannendem Halbwissen um sich (als es um ihren Namen ging, hätte ich ja gern... aber es ist ihr Name, also soll sie in ihrem Glauben bleiben) Am sympathischsten ist, dass man mit ihr direkt sein kann... das ist sie ja schließlich auch mit allen anderen.


Now i want to introduce the colleague that i had most trouble finding a name for. In the end i´d like to go with "smiling voice". She is our phone voice so to speak and the thing with the sound is serious business for her. When she´s talking to customers almost everyone can hear it as she is rather loud. She is the personified smile and her ability to change is really fascinating - whether she´s talking to the Swiss, the north or south of Germany, she always uses the matching dialect but never exaggerates, so the customers always get the feeling of just beeing called by the neighbour. During other conversations you can hear what i would classify as "Mannheim" most likely...
"Smiling voice" is a quite small person. She likes HipHop, Asian food (of course she lives in the 13th quarter), casual clothes and her boyfriend who seems to be the smartest bear of a man. She left Germany for him gladly. She can stand up to any strange stuff that foufou might say but sometimes also like to share her smattering (when she was talking about her name i would have liked to... well, but it is her name and so i left it). What i like most about her is that you can be really straight forward with her... that´s what she is with everyone else after all.

März 20, 2012

compatriote

{landsmann}

Das Landsfräulein ist mir auf Anhieb sympathisch gewesen. Eine ruhige, konzentrierte Person, die immer liebe Worte und ein Lächeln übrig hat. Auch wenn sie sonst ernst aussieht, erwischt es einen sofort, wenn sie aufblickt. Ich konnte lange nicht erklären, warum ich gleich eine Verbundenheit zwischen uns ahnte... aber als wir dann auf das Thema Herkunft zu sprechen kamen, fiel sie mir gleich um den Hals, weil wir aus dem gleichen Bundesland stammen - und auch noch aus Nachbarstädten. Weder sie noch ich sprechen wirklich mit Dialekt und so konnten wir es auch nicht wirklich erkennen.
In letzter Zeit haben wir öfter mal zufällig gleiche Muster in der Kleidung und gestern waren wir beide gestreift und konnten uns ein Kichern nicht verkneifen. Das Landsfräulein ist wunderbar hilfsbereit und verständnisvoll... außerdem weiß sie, wann man auch mal nichts sagen sollte... wahrscheinlich kommt die deshalb mit allen anderen so gut aus. Sie hat während ihres ersten Aufenthalts als Au-Pair in Paris ihren Freund kennengelernt und ist nach ihrem Bachelor (Translationswissenschaften) wieder mit ihm zurück gekommen. Das einzige, was ihr wirklich zu schaffen macht, ist sein gemütliches Verhalten. Endlich hat sie es nun geschafft und die beiden haben eine eigene Wohnung, in der sie sich nicht mehr fürchten muss, dass ihre "Schwiegermutter" ungefragt die Wäsche erledigt...


To the fellow countrygirl i immediately felt attached to. She is a calm and focused person who always has something nice to say and a smile to spare. Even when she looks quite serious while working the smile hits you as soon as she looks up. For a long time i could not explain why i sensed a connection between us... but when we talked about origins she spontaneously hugged me, because we come from the same state in Germany - and  even from neighbouring towns. Neither her nor me speak with a dialect and so we could not really know before.
Recently we often happen to wear the same patterns on our clothes and yesterday we were both stripey and could not keep ourselves from giggling about it. She is wonderfully helpful and understanding... maybe the main reason why she gets along with everyone. During her first stay as an Au-Pair in Paris she met her boyfriend and returned with him after doing her Bachelor. The only thing that really troubles her, is his comfortable behaviour. Finally she succeeded and they moved to their own appartment... where she does not have to fear her "mother-in-law" doing the laundry without having been asked.

März 13, 2012

fou-fou

{verrückt}

Mit "Il/Elle est un peu fou-fou!" beschreibt meine Tandempartnerin Chloé* immer ganz passend ein wenig verrückte Menschen. Je nach Betonung weiß man, ob es sich um nett-verrückt oder bescheuert-verrückt handelt. Um eine meiner Kolleginnen zu beschreiben, passt dieser Ausdruck hervorragend - gerade weil man sich nicht entscheiden kann, in welche Kategorie sie fällt.
Foufou ist zur Abwechslung mal nicht wegen eines Partners in Paris. Sie verdient sich ihren Namen, weil sie ihre oft schräge Meinung gern zur Diskussion stellt und Provokationen zu lieben scheint. Sie ist es auch, die "the actress" so schrecklich unprofessionell findet. Die beiden fetzen sich schnell. Die schwarze Alice war krank während Foufou neu anfing und hörte von ihr nur "Du, wir haben 'ne Neue... ich glaub, die hat 'n Knall!". Ich denke, das trifft es. Die erste "erbitterte" Auseinandersetzung durfte ich verfolgen, als sie stock und steif behauptete, dass Friseur ein wirklich gut bezahlter Beruf wäre. Selbst BigSis brauchte eine ganze Weile, um sie wieder "in den Griff" zu bekommen. Was für eine Diskussion! So durfte ich sie in meiner ersten Woche kennen lernen. Foufou ist in letzter Zeit ein wenig ruhiger geworden... ob das daran liegt, dass BigSis nun weg ist, oder daran, dass sie während der Fastenzeit nur noch Obst und Brot isst... keine Ahnung. Heute zumindest musste ich mich an der Tischplatte festkrallen, als sie meinte "Finn? Ja, der Name ist ganz schön... aber Flinn ist viel besser! Der hat fünf Buchstaben!". Dass sie zwei verschiedene Augenfarben hat macht es auch nicht einfacher...


With the words "Il/Elle est un peu fou-fou!" my language exchange partner Chloé* describes rather suitable people that are a bit crazy. Depending on how you stress it - it is clear if you mean nice-crazy or stupid-crazy.
To describe one of my co-workers this expression is the perfect match - especially as you can´t be certain which of the categories she falls into. 
Foufou is one of the few girls who did not come to Paris for a partner. She deserves her name because she likes to just throw in her often strange opinions to start discussions and seems to love provocations. It is her that  "the actress" finds so incredibly unprofessional. Those two quickly get into arguments. The black Alice was sick during the time Foufou started working and only heard "We got a new one... i think she's nuts!". I think that's true. The first "bitter" debate i was to witness was provoked by her claiming that hairdresser is a ver well paid profession. Even BigSis had some trouble calming her down again. What a heated discussion! That was my first encounter with her during my first week. Foufou got a bit more quiet lately... whether that is because BigSis is gone now or because she only eats fruits and bread during lent... i have no idea. Today, at least i had to cling to the table when she proclaimed "Finn? yes, that´s quite a nice name... but Flinn is much better! It has five letters!" The each of her eyes has a different colour does not make things easier...

März 09, 2012

adieu


Für BigSis konnte ich auch nicht anders... als ich anfing, hatte sie direkt Geburtstag und ich dachte, noch schnell ein Geschenk zu besorgen, wäre vielleicht ein wenig komisch. Jetzt zum Abschied wusste ich aber, dass sie es sich verdient hat. (Die Bilder habe ich wenig hastig im unschönen Licht des Badezimmers gemacht, die Kette sieht im Original durchaus mehr nach Frühling aus!)


I couldn´t help myself for BigSis... when i started working there it was her birthday right after and i thought it might be too strange to rush and give her a gift. Now as she´s parting i know she deserves one. (I took those pics quite hasty in the all but charming light of the bathroom. The necklace looks more like spring originally.)


März 06, 2012

grande soeur

{große schwester}

Die Stimmung ohne die schwarze Alice ist komisch. Alles ein bisschen still und konzentrierter. Netterweise gibt es noch andere Kollegen, die mein Laster teilen und von Anfang an war BigSis eine von denen, die mit der man gern in der Pause quatscht. Dass sie ursprünglich aus Rumänien kommt, hört man eigentlich nur an ihrem markanten R-Rollen und auch sie hat es wegen ihres französischen Freundes, den sie allerdings in Deutschland kennengelernt hat, nach Paris verschlagen. In Streitgesprächen ist sie die Stimme der Vernunft, die ausgleicht und den etwas schrägeren Charakteren auch mal den Kopf gerade rückt. Mit ihr durfte ich auch schon in den Genuss des gemeinsamen Shoppens kommen und schnell feststellen, dass sie ein wunderbares Auge für Stil hat. Sie sieht, was Leuten steht und hält nie mit Komplimenten hinterm Berg, wenn sie ein Outfit gelungen findet. Leider leidet sie an schrecklichem Heimweh in letzter Zeit. Kurzerhand hat sie nun beschlossen in ihrem bald anstehenden Heimaturlaub nach neuen Stellen zu suchen... und in Paris zu kündigen. 


The mood without black Alice is a bit strange. Everything a bit more silent and focused. Fortunately there are other colleagues who share my bad habit and right from the start BigSis was one of those who you like chatting with during the breaks. That she originally comes from Rumania is something you only hear by the rolling r sound she makes. She met her French boyfriend in Germany, though, and has come to Paris for him. When there are arguments she is always the voice of reason and gets even the strange ones back to normal. I even had the pleasure of going shopping with her and quickly discovered her wonderful eye for style. She sees which outfits work for somebody and never holds back when she thinks that an outfit is great on someone. Unfortunately she suffers from being homesick lately. Now she has decided to start looking for new jobs during her coming family vacation... and quit working in Paris.

März 05, 2012

à moi-même

{für mich selbst}



Ich hatte das Vergnügen meinen ersten französischen Gehaltscheck in den Händen zu halten (ja, wirklich so ein Ding in Papierform). Merkwürdigerweise hat mich das stolzer gemacht, als mein erster in Deutschland. Ich kann auch etwas beisteuern! Juhu! Und was tut frau dann zuerst? Richtig! Sie belohnt sich selbst... in meinem Fall mit neuen Streifen.

streifentop mit spitze, strickjacke - c&a
jeans - only via vero moda
socken - h&m
ohrringe, anhänger, uhr, armband - geschenke
silberketten - h&m, bijou brigitte

I had the pleasure to hold my first French paycheck in my hands (yes, really some paper thing). Strangely i made me feel prouder than my first one in Germany. I can contribute something as well! Yeah! And what is it that a woman does first thing after receiving it? Right! She rewards herself... in my case with some new stripes.

top stripes & lace; cardigan - c&a
jeans - only via vero moda
socks - h&m
earrings, charms, watch, bracelet - gifts
silver necklaces - h&m, bijou brigitte


Februar 29, 2012

griffonage

{gekritzel}

Eine meiner liebsten Beschäftigungen während meines morgendlichen Brötchenjagens... ja, dieser Nebenjob ist manchmal nicht wirklich spannend.


One of my favourite things to do during my morning hunt for the daily bread... yes, this part time job is sometimes not too exciting.