Februar 21, 2012

les collègues

{die kollegen}

Julia und die Nebenjobs... neben der Nachhilfe, die ich gebe, schleiche ich mich täglich zu mehr Brotgewinn durch den Wald und habe das (manchmal zweifelhafte) Vergnügen, fast nur mit Frauen zusammen zu arbeiten. Ich habe einen irgendwie schrägen Haufen erwischt und nach über zwei Wochen kenne ich sie schon ganz gut. Was fast alle vereint, ist der französische Freund ("aber die Deutsch-Franzosen sind die Schlimmsten!" Kommentar zweier Kolleginnen zum Thema), der sie nach Paris lockte und dem sie auch ohne große Sprachkenntnisse folgten... ich möchte euch gern ein paar von ihnen vorstellen... außer euch gefällt schon die "erste Runde" nicht!
Beginnen wir mit meiner "Nachbarin". (Das Bild soll euch eine kleine Vorstellung geben, kommt aber nicht ganz hin.) Sie ist selbst noch relativ neu und hatte schnell ein paar freundliche Worte für mich, als ich dort anfing. Bei dem Satz "Ich bin ja eigentlich Schauspielerin!" musste ich mich und meine Gesichtsmuskeln aber dennoch sehr beherrschen. Seitdem ist sie "the actress", wenn ich zu Hause von ihr erzähle und Arnaud meinte, ich könnte sie auch "the artist" nennen, weil sie doch ein bisschen zu gern (von sich) spricht (Jean Dujardin? Alles klar?). Ihren Internet-Auftritt finde ich fast irgendwie nett und ihren Eintrag bei imdb habe ich auch schon gefunden und bestaunt. Immerhin hatte sie schon kleinere Rollen und hat auch (irgendwie klassisch?) in einem Horrorfilm mitgespielt.
In den letzten Tagen ist sie leider enorm mies gelaunt und ihr Lieblingswort ist "professionell", weil sie einer anderen Kollegin unterstellt ebendies nicht zu sein... sehr anstrengend! Ich finde es ja auch komisch, mich wieder ganz unten in der Hackordnung einreihen zu müssen, aber so läuft das eben, wenn man irgendwo neu einsteigt...  Außerdem vergisst sie nie zu betonen, dass sie die letzten Jahre in London gelebt hat, was sie auch immer sehr englisch ausspricht. Nicht, dass ich das nicht toll finden würde, aber eine besondere Leistung ist es irgendwie nicht. Ihr Stil allerdings ist toll (ja, das ist ein Thema, wenn man ein fast rein weibliches Team hat) und wenn sie guter Dinge ist, finde ich sie auch sympathisch... wahrscheinlich wird sie aber nicht mehr lange neben mir sitzen, da sie bei einem ihrer nächsten Castings ganz sicher entdeckt wird und endlich groß rauskommt! 



Julia and her part-time jobs... in addition to my German lessons i also sneak through the woods to add to my daily bred and have the (sometimes dubios) pleasure of working with an almost all female team. It is a somehow interesting bunch and after about two weeks i know them rather well. What unites almost all of them is a French boyfriend ("but the French-German ones are the worst!" - comment by two of my co-workers) who made them come to Paris and whom they followed without a great knowledge of French... i would like to introduce you to some of them... but i guess i´ll stop if you don´t enjoy the "first round"
Let´s start with my "neighbour". (The picture above is supposed to give you an impression of her but is not too accurate). She herself has quite recently started the job and was fast in finding some nice words for me when i began to work. When she dropped the sentence "I am actually an actress!" I had to struggle hard to keep myself and my facial expressions in line. Since this day she is "the actress" when i talk about her at home and Arnaud said i should call her "the artist" as she loves to talk (about herself) a lot (Jean Dujardin? Got it?). I already checked her homepage online and also found her profile on imdb. Quite impressive as she had some minor roles and even (kind of typical?) acted in a horror movie.
During the last few days she was in a terrible mood, though, and her favourite word is "professional", because she can´t stop stating that another colleague does not have this quality... very tiring! I share her awkward feeling of having to re-start and being at the bottom of the picking order but that is just the way it works when you are new to a job... she also never stops pointing out that she has spent the last years of her life in London that she always pronounces in a very British way. It´s not that i don´t think living in London is great - but it´s no special achievement for me. I adore her style (yesss, quite a topic in a nearly all-women team) and as soon as she is in a good mood she is a very nice person... probably she won´t be sitting next to me for a long time as she is bound to be discovered during one of her castings and finally becomes a great and known actress!

Kommentare:

  1. Ich hätte nichts gegen eine Fortsetzung :)

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  2. Oh dear ;) Da schätzt man sich in einer Männerdomäne schon fast wieder glücklich.

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  3. Oh, gerne mehr vom "Zickenkrieg". Ich liebe es. Nicht. Kenne das aber mehr als gut und genug. Am liebsten würde ich nur noch mit Männern zusammen arbeiten. Aber gerade in meiner Branche ist das immer noch nicht allzu häufig möglich.

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  4. Haha. Ich bin auch an mehr storys über sie interessiert. :o)

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thanks for taking the time to leave a comment!