November 21, 2010

marché aux puces

Am Samstag habe ich mich mit Arnaud in nördliche Gefilde von Paris gewagt. Wir wollten einen Flohmarkt besuchen, um eventuell noch schöne, originelle und preiswerte Dinge für die Wohnung oder als Geschenk zu finden.
Nach einigen Internet-Recherchen fiel die Wahl auf "Puces St. Ouen", zu dem wir mit der Metro bis Porte de Clingancourt fuhren. Manchmal glaubt man, dass halb Paris gerade auf den Strecken Metro oder RER fährt, die man gerade selbst gewählt hat... aber so ist das eben in einer großen Stadt, die zudem auch noch Millionen von Touristen anzieht.
Noch in der Metro-Station veränderte sich für mich das "Klima"... in Vincennes fühle ich mich sehr sicher und im Kern von Paris komfortabel ... in dem Stadtviertel, wo der Flohmarkt stattfand, lag allerdings sofort eine gewisse Aggressivität in der Luft... merkwürdig... aber ich war ja nicht allein und so konnte das Vergnügen beginnen.

Markthalle mit alten Möbeln (oder Schachteln?)

Der Flohmarkt von St. Ouen ist nicht nur einen Straßenzug lang oder eine Fläche wie wir sie von den Elbflohmärkten kennen groß, er erstreckt sich über mehrere Straßen und teilt sich auf verschiedene "Themen" auf. Insgesamt kann man auf ca. 11 Kilometern auf Entdeckungsreise gehen.
An den Rändern des traditionellen Flohmarktes haben sich Straßenhändler mit ihren Ständen breit gemacht, die jede Menge Lederjacken, Schuhe, Taschen und CDs verkaufen - größtenteils halte ich den Kram für nette Fälschungen... es gibt aber auch die Stände, die wir von anderen Märkten - wie z.B. während der BRN - kennen: afrikanische Kunst z.B.

Paradies für Bastler - bunte Perlen

Wenn man dann aber in eine der kleinen Straßen oder Gassen abtaucht, steht man in einer anderen Welt. Es ist stiller, es wird nicht gedrängelt, es gibt weniger Menschen... und da lauern jede Menge Schätze!
Ich hatte ganz normale Flohmarktsachen erwartet... aber weit gefehlt... Sammler und Jäger des Besonderen kommen hier voll auf ihre Kosten. Da wundert es nicht, dass man viele verschiedene Sprachen hört und es sogar eigene Transportunternehmen gibt, die das Versenden der guten Stücke übernehmen. Oft hatten wir das Gefühl durch ein Museum zu wandern... Möbelstücke aus der Zeit von Louis XVI. oder den 1960ern, Kleider aus alten Chanel-Kollektionen, Schmuckstücke mit ewig langen Geschichten... überaus faszinierend - und überaus teuer!

Preise nach Vereinbarung o.O

Gekauft haben wir leider nichts ;)

Kommentare:

  1. kleider aus alten chanel-kollektionen? alter, wie cool. da muss ich unbedingt mal hin.
    aah, übrigens: mir gefällt das neue layout total gut. aber ich muss sagen, wohlwissend, dass das an meinen durch jahrelangen notebook-missbrauch geschwächten augen liegt - ich erkenne die bilder oft nicht so gut. das erste auf in diesem post z.b. ist zu klein für mich.

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  2. joa... sehr schick, aber dennoch ziemlich preisintensiv... leider.
    für Dich ist aber sicher interessant, was es so an knöpfen und kleinkram gibt fürs nähen... wirklich schöne dinge...

    und wegen der bilder: klicken - dann wird´s größer ;)
    aber ich schau mal, ob ich´s in groß auch noch mag :) danke!!!

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